Einfach mal so loslassen?

by Mona Kino, January 2018

Since I was asked by some readers if I can also publish an article in German  once in a while I decided to pick this one. Hope you enjoy 2018 so far.

Neulich machte ich mir einen Tee und las auf dem braunen Zettelchen, an dem der Faden befestigt ist: Lerne loszulassen, das ist der Schlüssel zum Glück. Coaches, Yoga- und Lebenshilfe, Lehrer, einhundertsiebenundzwanzigtausend Blogs und einen Haufen Bücher beschreiben es ähnlich: Wenn ich nur einfach loslasse, dann lebt sich mein Leben besser, leichter, aufrichtiger und authentischer.

Ich hasse diesen Spruch. Und immer, wenn ich so reagiere, weiß ich: Stopp, halt! Mal gucken.

Natürlich habe ich mir wissentlich diesen Tee mit diesen den philosophischen Weisheiten gekauft, weil ich an manchen Tagen immer noch den Beweis anführen will, es gäbe vielleicht doch eine Abkürzung, auch wenn es nur eine ganz klitzekleine ist. Oder einen Trick – wie einen Spruch. Eine Medizin eben, auch gegen das Festhalten.

Es ist auch nicht so, dass ich Loslassen per se nicht schon ausprobiert hätte. Es ist mir sogar auch schon das eine oder andere Mal gelungen. Den Freund, der mich zum x-ten Mal versetzt hat, meine Mutter, meinen Vater, die nicht so waren, wie ich es als Kind gebraucht hätte, den Lebensmittelverkäufer, der mir letzte Woche in die Hacken fuhr, alle schonmal losgelassen. Auch den Wunsch, dass die Kinder mal von allein darauf kommen, die Spülmaschine einzuräumen, losgelassen!

Aber vor kurzem gelang es mir nicht. Auch wenn ich mir eine Weile mit einem Mantra zu behelfen versuchte: „Ich liebe die Lehrer meiner Kinder, wie mich selbst.” Ich war einfach raus, aus meinem Mitgefühl! Und das sowas von.

In Schönschrift stand unter der Arbeit unseres Sohnes: „Dein Deutsch ist katastrophal! Du kümmerst dich besser jetzt darum, als später.” Und weg war meine Empathie für den Lehrer. Die Verschlüsse meines inneren Schutzmantels aus Eisen schnallte ich so schnell fest, wie sich der Blauregen an unserem Balkon festkrallt. Und sofort zuckte mir der Satz durch den Kopf: „Ihre Ethik und Ihre pädagogischen Kenntnisse sind eine Katastrophe! Sie kümmern sich besser jetzt darum, als später!” Nie wieder loslassen! Nie wieder aufmachen!

Nach ein paar Stunden ließ ich die Situationen mit dem Ethiklehrer dann noch mal vor meinem inneren Auge Revue passieren. Denn, so dachte ich, nie wieder aufmachen ist ja auch keine Option. Zu ist nun einmal zu. Auch für Beziehungen, die ich gern eingehen will. Und ich weiß: Loslassen geht. Nur einfach ist es nicht. Und wird es auch nie sein.

Einfach loslassen ist wie Sich nicht so anstellen. Oder: Nicht dran denken. Ja, Einfach nicht dran denken ist noch schwieriger, als Einfach loslassen. Ich jedenfalls denke dann ganz einfach immerzu an genau das, an das ich grade einfach nicht denken soll. Anette Prehn schreibt dazu in ihrem Buch ‚Hirnzellen lieben Blinde Kuh’ im Kapitel ‚Die Rache des Bumerangs’: „Die Forschung hat zwar herausgefunden, dass man unter bestimmten Umständen sehr wohl weniger an etwas denken kann – man dadurch aber die Wahrscheinlichkeit erhöht, das zu tun, woran man nicht denken wollte, wenn sich Gelegenheit dazu bietet. Wenn der Chef die ganze Zeit seine Zuneigung zu seiner Sekretärin unterdrückt, erhöht er die Wahrscheinlichkeit, auf der nächsten Weihnachtsfeier mit ihr zu flirten.”

Also nahm ich mir Zeit, nicht viel, vielleicht zwanzig Minuten, und machte mir bewusst, was da in mir passierte, wenn ich solchen Äußerungen begegne. Und ich stellte fest, bei jedem Treffen mit den Lehrern meiner Kinder sind auch meine ehemaligen Lehrer und Lehrerinnen mit im Raum. Übertragung nennt man das in der Psychologie. Das ist, als würde sich ein Mensch aus der Vergangenheit wie eine Schablone vor mein heutiges Gegenüber schieben. Was natürlich auch im positiven Sinne passieren kann. Eine Geste, ein Satz, ein Geruch oder eine Stimmlage führen uns mal in bewusste, mal in weniger bewusste Erinnerungsbereiche, an Menschen und Erlebnisse, die uns in der Vergangenheit gut oder auch nicht so gut taten.

Ich sah allen voran meine ehemalige Internatsleiterin, Frau Dr. Sch., wie sie beispielsweise uns Mädchen morgens im Pelzmantel dabei zusah, wenn wir uns bei Minusgraden in der nicht geheizten Mädchendusche im Keller nackt hintereinander aufstellen mussten. Ich erinnere, dass ich dem Weinen der jüngeren Mädchen nicht begegnen wollte, die noch müde vom Schlaf vor oder hinter mir standen und zitterten. Hinzukam, dass ich auch heute noch immer meine Schuld fühle, nicht gehandelt zu haben, beispielsweise ein tröstendes Wort zu sagen oder unsere Direktorin angezeigt zu haben. Da stand ich also in meiner Erinnerung nass, nackt und bibbernd mit meinen Freundinnen im Alter von elf, zwölf, dreizehn Jahren und wartete gemeinsam mit ihnen so lange, bis auch die Letzte fertig war, und wir uns zusammen die Handtücher vom Haken nehmen durften. „Einfach nicht dran denken”, hatte auch Frau Dr. Sch. uns in diesen Momenten als Ratschlag mit auf den Weg gegeben.

Dieser Prozess des Bewusstwerdens ist leider alles andere als ein Zuckerschlecken und fühlt sich ungefähr so an, als müsste man sich durch ein Nadelöhr hindurchquetschen. Na gut, vielleicht durch das einer dicken Stopfnadel – mit zeitweiligem Alice-im-Wunderland-Effekt. Die gute Nachricht ist: Hinterher geht es mir aber auch immer wie Alice, am Ende der Geschichte war ich befreit. Weil ich danach wusste, unsere Eltern hätten damals handeln müssen und nicht ich oder wir Mädchen, weil es in diesem Altern nicht in unserer Verantwortung liegt, solche Dinge zur Anzeige zu bringen. In diesem Alter haben wir ein Recht darauf, uns an Orten zu befinden, die unserem körperlichen und seelischen Wohl gut tun. Und ich konnte mir beantworten, was ich – und nur ich persönlich – brauche, damit ich zum Beispiel diese Bemerkungen der Lehrer loslasse, und mich nicht mehr mit ihnen identifiziere.

Denn nichts anderes tue ich, wenn ich mit gleicher Munition zurückschieße. Ich lasse mich von ihrer Respektlosigkeit anstecken und werde dabei zur Marionette meiner Emotionen und – genauso respektlos.

Für den nächsten Elternsprechtag habe ich mir jetzt eine große Schachtel Kleenex gekauft. Denn mir hilft Humor, wenn ich mich herausfordernden Situationen stellen muss. Ein leises anerkennendes Augenzwinkern für das, was ich in den Jahren mit Frau Dr. Sch. noch alles erlebt habe, in meine Richtung. Es macht mir Mut, heute dabei zu bleiben, was ich gelernt habe: Den anderen zu sehen, wie er ist, wenn er solche Sätze unter einen Aufsatz schreibt. Unachtsam und unempathisch. Es hilft mir, mich daran zu erinnern, neugierig zu bleiben und mich dafür zu interessieren, wie er das gemeint hat.

Ich will damit nicht sagen, dass wir unsere Grenzen nicht deutlich zeigen sollen, ganz im Gegenteil. Ein Spruch wie dieser unter einer Arbeit ist unakzeptabel. Und genau das kann ich sagen. Oder ich kann sagen: „Das geht mir jetzt zu nah, wie meinen Sie das genau? Die Aussage ist schon klar, aber was ist Ihre Intension dahinter? Halten Sie unseren Sohn für dumm, dass er das nicht selbst weiß, oder uns? Und was denken Sie können Sie dazu beitragen, dass sich das verändern kann? Wir tun unser Bestes und nichts anderes. Ja, es ist schade, dass sein Deutsch für Sie oder ganz im Allgemeinen nicht gut genug ist. Darin stimme ich Ihnen vollkommen zu. Nur, was können wir – Sie, ich und mein Sohn ab jetzt dazu beitragen, dass sich das zum Besseren wendet? Immerhin war er fünf Jahre auf einer englischsprachigen Schule.”

Und wenn ich merke, dass bei dem Gespräch Frau Dr. Sch. doch nochmal vorbeikommt, dann werde ich die Schachtel Kleenex auf den Tisch stellen und sagen, „Ich bin heute etwas nah am Wasser gebaut. Es gibt einfach keinen verletzlicheren Punkt in meinem Leben, als meine Mutterschaft.” Wahrscheinlich reicht mir der Gedanke, dass ich diese Packung mit den Vögelchen drauf in der Tasche habe. Dann kann ich innerlich ein wenig zurücktreten und schmunzeln, wenn die eine oder andere Äußerung mal zwickt.

Die Heftigkeit der Reaktion auf mein Gegenüber oder die Situation ist für mich der Gradmesser für diese Bewusstseinsübung. In der Schmerztherapie sagt man, es solle auf einer Skala von eins bis 10 die 8 nicht überschreiten.

Wenn wir in Situationen sind, in denen wir Gefühle, wie Wut, Scham, Trauer, Versagen, manchmal aber auch Freude nicht zulassen können oder dürfen, kann es zu Blockaden kommen. Deshalb machte ich die folgende Dehnübung meiner Hüftmuskulatur, bevor ich mich mit den einzelnen Etappen meiner Reflexion beschäftige. Nach der chinesischen Heilkunde sitzen dort und im Becken (der Ort des zweiten Chakras) die Emotionen, die für folgende Themen stehen: Beziehungen, Kreativität, Spaß und Sinnlichkeit. Diese Übung dehnt die Hüftmuskulatur wieder und öffnet den Brustkorb, sowie die Schultern. Durch die Weite im Brustraum kann die Herzenergie wieder frei fließen. Sie gibt Kraft und Geduld und spricht vor allem unsere Gefühlsqualitäten so an, dass wir sie wiederfinden und ihnen Raum geben können.

Vorbereitende Körperübung:

1 Beginne auf einer Matte im Vierfüßlerstand. Deine Hände sind unter den Schultern, deine Knie hüftbreit aufgestellt.

2 Bringe dein linkes Knie nach vorn neben dein linkes Handgelenk und lege dein Schienbein so parallel zum Mattenende wie möglich am Boden ab. Deine Fußsohle zeigt dabei nach rechts.

3 Dein rechtes Bein ist dabei über das Knie bis zum Fuß hin gerade nach hinten ausgestreckt.

4 Stütze dich mit gespreizten Fingerkuppen fest auf dem Boden ab und halte deinen Oberkörper gerade. Dein Blick ist nach vorne gerichtet, Nacken und Schultern sind entspannt, deinen Bauchnabel ziehst du nach innen.

5 Lehne dich mit dem Oberkörper beim Ausatmen langsam nach vorne und unten, indem du mit den Fingern nach vorne wanderst. Wenn du dabei deine Pobacken anspannst, unterstützt du deinen unteren Rücken und hältst deine Hüfte stabil. Bleibe ein paar Minuten in der liegenden Position. Deine Stirn kannst du am Boden ablegen. Achte darauf, dein Gewicht auf beide Beine gleichmäßig zu verteilen. Wenn du in deinem Körper eine Blockade spürst, atme dorthin und sieh, ob du die Region noch ein bisschen mehr entspannen kannst.

6 Beim Einatmen hebe deinen Oberkörper wieder an und stütze dich wie zuvor auf deine gespreizten Fingerkuppen, so dass du weiterhin eine gerade Körperhaltung beibehältst.

7 Komme für einen kurzen Moment in die Haltung des Kindes. Dann wiederhole das Ganze auf der anderen Seite.

Dialogübung

1 Beschreibe – oder lass dir beschreiben- die Situation/das Kind/ dein Gegenüber, wie du sie/ihn erlebt hast. Welche Ausdrücke und Handlungen waren typisch. Jedes Detail spielt eine wichtige Rolle. Wenn du zu allgemein bleibst, ist es nicht möglich, präzise genug mit den eigenen Reaktionen in der entsprechenden herausfordernden Situation in Kontakt zu kommen.

2 * Was macht das mit dir?
– Welche Gedanken, Gefühle und Empfindungen spürst du in dieser Situation in deinem Körper?
– Wie ist der Kontakt zu deinen natürlichen Kompetenzen, zu deiner Empathie, deiner Aufmerksamkeit, deinen Gedanken, deinem Körper, deiner Atmung, deiner Kreativität?
– Achte darauf, wo du dir guten Kontakt bewahren konntest, und wo du ihn verloren hast.
– Finde eventuell heraus, wie du daran arbeiten kannst, den Kontakt, den du verloren hast, wiederherstellen zu können. Oder finde heraus, ob du dich darauf konzentrieren solltest, den Kontakt zu stärken, der noch gut ist.

3 * Richte deine Aufmerksamkeit jetzt auf dein Gegenüber. Wie war es in dieser Situation? (Jetzt darfst du auch gern analysieren)
– Wie verstehst du dein Gegenüber und seine Reaktion?
– Wenn du die Situation aus der Sicht deines Gegenübers betrachtest, was treibt es dazu, sich so zu verhalten?
– Was vermisst dein Gegenüber in der entsprechenden Situation? Hast du eine Idee, welche Bedürfnisse von ihm nicht gesehen oder anerkannt wurden?
– Kannst du sehen, zu welchen natürlichen Kompetenzen es den Kontakt verloren hat? Könntest du dazu eine Übung mit ihm anwenden, um diese natürlichen Kompetenzen wieder zu stärken?

4 * Was kannst du selbst ändern, um in entsprechenden Situationen konstruktiver zu agieren?
– Wie kannst du dein Verhalten auf das Verhalten deines Gegenübers in entsprechenden Situationen abstimmen:
– ihm mit Authentizität begegnen?
– das, was du siehst und hörst, aufnehmen und anerkennen?
– gleichzeitig deine Botschaft vermitteln?

Illustrated by Gesine Grotrian & edited by Kerstin Schöps

There is no such thing as the right time

Von Mona Kino *

Two weeks ago: I was typing into my computer in a hotel room at the sea. The clouds were passing by the window and the seagulls were crying in the sky. The people in a radiopodcast were reflecting on the political situation in Europe and what we could do next year to fight the growing right wing political movement all over the world. And some guests who sat next to me in the small restaurant an evening before were talking about their horoscopes they´ve read in a magazine. And as the world round me was starting to focus on what to change next year, I was thinking too, that I am going to change the format of the blog in January. But there was a kind of a knot I could feel in my solar plexus area, which usually is a sign to me that I am not in sync with my needs.

I asked myself, why should I wait until next year? Sure it is just a couple of weeks ahead, but why wait? My wish for changing is hinged to the fact that I have received the certificate for the two year program end of April this year and I am no longer a participant. So in a way it is no longer „true“ that I write about what I am actually learning in the nine modules and how I use the exercises in my everyday life. So, what is it that keeps me from just doing it – the change? Why don ́t we (so many of us) just change, what we want to change right now?

Since I still haven’t got a clear answer to my question why to wait? I decided to do an exercise. It almost always helps me to sort my thoughts on paper. So I first took a walk for fifteen minutes to feel all parts of my body. Slowly, steadily, fast, slowly again till I found the appropriate pace I wanted to walk with. I jumped up in the air, I swung my arms around. I started to laugh about the idea what others would think seeing me doing this. Joy, I thought, and continued with the grounding exercise. There is nothing wrong about making others feel joy. I returned to my room, sat down and did a writing exercise I sometimes adapt to my actual needs.

1 What is it that keeps you from being happy (with changing the format) right now?
2 What do you think it is hinged to?
3 Do you want to keep it as it is?
4 What do you need to do that you are happy (with changing it) right now?

And it all became clear:
I was behaving according to social rules, since in our western society changes are mostly related to dates. We usually start to work in a new job at the 1st of a month. We get money from our employers on the 15th or the 30th of a month on our bank account. We are allowed to relax on weekends. So my social-adapted-behavior-ME told me to wait until New Years Day. But a couple of weeks of no writing was no option at all to my I- need-and-love-to-write-ME. Unimaginable to stop writing for a week. It is just natural to me, like breathing. It is my best friend as for others is their garden or the sailing boat. And it is my longest companion since I started laying my thoughts onto paper when I was about eleven years old. My writing listened to me when I got mad about the grown ups and friends. My dairies soaked up my tears when I was unhappy in love and the pages where covered all over with joy when I really, really, truly got to a solution to what I thought my teenage brain never would find one.

And as I saw the clouds in the sky changing their size and color outside my window I recalled one of the main aspects of the training empathy program: Nature just changes, as our bodies do. We are never the same as the second before. This is creativity in its pure essence. And as none of the clouds up in the sky would wait for New Years Day to transform I do not need to wait neither. Especially if it is keeping me away from something I would deeply miss as I do with my writing.

So here I collected – right now and not in January: 40 Reasons why- to continue training empathy!

I can do it everywhere
I can do it every time
I can do it alone
I can do it with as many others as I want to
I get to know myself better (every day, a little bit)
I started liking others I never imagined I would ever have a nice thought for
I sleep better
I fight less
I fight more constructive
I am listening (probably for the first time since childhood)
I act like I want to act as if I have a choice
My ideas are welcome
I make the world a better place (even if it is just in my world)
I let go off my concepts
Natures creativity is my anchor –
I get rid of stress
I get to know others better
I can handle stressful situations by phone too (like doing homework with my teenage son)
I (re-) discovered the heart opening power in music
I started to like the so called bad feelings
I like to distinguish between so called good and bad feelings
The world became my friend
I can see two sides of the same coin (sometimes at the same time!!!)
I am ok, and you are ok (most of the times at the same time!!!)
I stoped arguing
I know when to concentrate and on what
I stopped emotional blackmailing
I say yes when I mean it
I hear a „no“ no longer as a rejection
I stop(ped) judging
I know the distinction between help and support / pity and compassion
I know better when to talk and when not to talk
My bad moods became my best friends
I like myself staying in bed all day
I like having a milkshake for breakfast
I am no longer the victim of my past or anybody who´s making troubles
My world is more colorful
Negotiation is one of my favorites
I see, feel, hear, digest situations in a new way every time – like last time when I went to see a movie
I am aware of limits and limitations – as when I am talking to fearful people

Add if you find more. Or do your own list why you want to do the training or why you want to continue.

Sit down for half an hour or if you have an hour.  

Prepare a paper with numbers from 1-10 (or 20, 25, 30, 40, 50) Light a candle, make your self a tea or coffee, put on some music you like if you want. Make yourself comfortable. Then just start to write what comes up in your mind. It doesn’t have to be fancy or inventive. If it is its okay. If not its okay, too.

Illustrated by Gesine Grotrian *

Edited by Kerstin Schöps

And An Article On Empathy

This time I am publishing an article I wrote for the German Magazine Zeit-online in June this year. It is in german and will be translated later this year.

Empathie, die Kehrseite des Mitgefühls

Von Mona Kino *

In letzter Zeit gibt es zunehmend Artikel, die sich mit den Vor- und Nachteilen von zu viel oder zu wenig Mitgefühl, Achtsamkeit und Empathie beschäftigen. Die einen sagen, dass einen zu viel Empathie oder zu viel Achtsamkeit – wie eine böse Stiefmutter aus Grimms Märchen – unweigerlich in den Burnn-out treibe. Die anderen beklagen, das uns das Mitgefühl abhanden gekommen sei. Ich habe ein 36-tägiges Empathietraining [LINK: http://www.trainingempathy.com] absolviert, und ich kann sagen: Weder dem einen, noch dem anderen ist so.
Sehe ich mir die Übersetzungsmöglichkeiten im Wörterbuch an, tauchen im Englischen drei völlig unterschiedliche Begriffe für Mitgefühl auf: compassion, sympathy, commiseration, die wiederum etliche unterschiedliche Bedeutungen im Deutschen haben: Barmherzigkeit, Mitleid, Erbarmen, Sympathie, Anteilnahme, Beileid und Verständnis. Schlägt man Empathie nach, steht da neben Mitgefühl noch Einfühlungsvermögen. Das ist durchaus verwirrend.

Mitfühlen bedeutet erst einmal, Gefühle von Anderen zu teilen. Diese Gefühle teilen wir meist unbewußt. Wie überhaupt achtzig Prozent unserer Kommunikation unbewußt abläuft. Nur ab und an tauchen sie in unserem Bewusstsein auf. Wenn wir unbewusst mitfühlen, fallen die zwischenmenschlichen Grenzen ungefähr so wie die Grenzen zwischen einem Neugeborenen und seiner Mutter fallen. Wir fühlen sozusagen die Gefühle des Anderen und sind auf unbewußter Ebene ein Mensch, statt zwei. Wir unterscheiden also nicht mehr zwischen den eigenen Gefühlen und denen des anderen. Wir sind das Gefühl, und wir spiegeln dieses Gefühl, indem wir zum Beispiel anfangen, zu weinen, wenn wir jemanden sehen, der traurig ist oder leidet. Wenn uns das Mitfühlen bewusst wird und wir zugleich innerlich einen Schritt zurücktreten, können wir benennen, aus welchen Gefühlen dieser Zustand zusammengesetzt ist. Meist ist es eine Mischung aus Mitleid und dem starken Bedürfnis, dem Anderen in seiner misslichen Lage zu helfen. Ich fühle dann zwar wieder mein eigenes Gefühl, Mitleid, die Lage des Anderen scheint mir aber misslicher als meine eigene. Damit werte ich dann allerdings den Anderen ab und mich auf. Überspitzt gesagt sehen wir auf den Leidenden herab, wenn wir denken: „Der Arme, dem geht es ja so viel schlechter als mir. Ich kann ihm helfen, mir geht es ja so viel besser.“  Jeder weiß vermutlich, wie es sich anfühlt, wenn der Leidende die angebotene Hilfe vehement ablehnt: „Nee, lass mal, ist schon gut.“ Diese Ablehnung bezieht sich allerdings meist nicht auf die Hilfe, sondern auf den Teil der Botschaft, die als Abwertung empfunden wird: „Das schaffst du nicht!“

Im Gegensatz zu diesen eher unbewußten Zuständen ist Empathie (Einfühlung) ein Zustand, in dem ich mir zur gleichen Zeit sowohl meiner eigenen Gefühle wie auch der Gefühle des Anderen völlig bewusst bin. Neulich zum Beispiel nach einem heftigen Streit mit unserem Sohn. Er verschwand, die Türen knallend in sein Zimmer. So weit so gut. Dann hörte ich ihn weinen und es klang als wäre er drei. Ich spürte sofort den starken Impuls, ihn zu trösten, weil es ja überhaupt nicht meine Absicht war, dass er sich wegen des Streits jetzt so schlecht fühlte. Statt diesem ersten Impuls nachzugeben, hielt ich noch einen Moment länger inne und spürte dann ganz deutlich, dass unter meinem Mitleid Hilflosigkeit lag: nicht zu wissen, was ich außer diesem naheliegenden Trösten jetzt tun könnte. Ich ging zu ihm ins Zimmer, setzte mich neben ihn aufs Bett. Dann sagte ich, dass ich mich grade wohl genauso hilflos fühle, wie er und dass es nicht meine Absicht war, ihn so traurig zu machen. Und anstatt mich, wie sonst, wegzuschubsen, legte er nach der längsten Minute meines Lebens seine Hand in meine und sagte, „Ich wollte dich auch nicht so wütend machen. Wenn du magst, leg´ dich doch einfach nur kurz mal neben mich.“

Ich bewertete weder seine Gefühle, noch meine als „schlimmer“ oder „besser“. Auch nicht als gleichwertig. Ich begegnete ihnen einfach mit gleicher Würde. Ich introjizierte nichts auf mich wie zum Beispiel „Gott, was bin ich nur für eine schlechte Mutter“. Und projizierte nichts auf ihn wie zum Beispiel: „Oje, der Arme“. Stattdessen war ich mit ihm im Austausch, im Dialog, darüber, wie ich mich fühle und, was ich denke, wie es ihm geht. So bekam ich ein Feedback dazu, was er sich in diesem Moment tatsächlich wünschte.

Genau hier kommt dann Achtsamkeit ins Spiel, mit der wir uns Dingen, aber auch Gefühlen bewußt werden können. Diese Achtsamkeit können wir, in zwei Richtungen nutzen: nach Innen und nach Außen.

Die schlechte Nachricht ist, dass wir in unserer heutigen Leistungs- und Informationsgesellschaft meistens beim unbewußten Mitfühlen steckenbleiben, wie ich es in den ersten beiden Beispielen beschrieben habe. Ganz einfach deshalb, weil wir mit unserer Achtsamkeit hauptsächlich im Außen auf Empfang oder Sendung sind. Mit dem Kopf schon beim nächsten Termin oder beim nächsten Punkt auf der Todo-Liste, und wenn dann auch noch der Kaffee umkippt und der Toaster explodiert, werden wir wütend. Aber diese Wut ist nur ein Zeichen dafür, dass wir schon vor zwei, drei Stunden unsere Grenzen überschritten und unser Bedürfnis nach einer Pause übergangen haben.

Wir haben sie ignoriert und weiter gemacht, weil der Tisch oder der Haushalt ja noch voller unerledigter Dinge ist, und es uns fast scheint, dass wir den Job verlieren, wenn wir mal eine Stunde früher nach Hause gehen. Wenn dann auch noch ein Mitarbeiter, Kind, Mann, Frau, Klient, Supermarktverkäufer mit seiner schlechten Laune zu uns kommt, dann lassen wir uns auch davon anstecken und reagieren – wiederum meist unbewußt, abermals mit Wut.

Die gute Nachricht ist, dass wir – Achtsamkeit sei Dank – lernen können, uns unserer Gefühle und der Gefühle der Anderen bewusst zu werden. Empathie kann man lernen, indem wir unsere angeborene Möglichkeit nutzen, uns bewusst unserem Körper, Atem, Herzen, unserer Kreativität und unseren geistigen Aktivitäten im Außen und im Innen zuzuwenden.

Wenn Achtsamkeit ein Muskel wäre, dann haben wir diesen gewissermaßen im Außen übertrainiert. Als würden wir Jogging ohne Stretching machen. Wir sind dann im zwischenmenschlichen Kontakt sehr gut auf das, was Außen und beim Anderen passiert eingeschossen, die Verbindung zu unserem Innen, zu dem, was wir wollen haben wir verloren. Das gleiche passiert aber auch in die entgegengesetzte Richtung. Richte ich dauerhaft oder häufiger meine Achtsamkeit nach Innen und vernachlässige den Kontakt zum Außen, dann ist das wie Stretching ohne Jogging. Yin ohne Yang. Yang ohne Yin. Und ich bin genauso wenig im zwischenmenschlichen Kontakt wie vorher.

Haben wir Eltern, die sich ihrer eigenen Gefühle, Impulse, Bedürfnisse bewusst sind, haben wir Empathie nur verlernt. Das Erlernen ist dann so, wie wenn wir eine Sprache reaktivieren, die wir als Kind schon mal gesprochen haben. Jeden Tag kommt eine weitere alte Vokabel hoch und gesellt sich in die Sätze, die zunehmend geschliffener und genauer werden. Und so können wir uns nicht nur in alltäglichen Situationen differenzierter mitteilen, sondern auch in herausfordernden Situationen.

Haben wir Eltern, die sich ihrer eigenen Gefühle und Bedürfnisse nicht bewusst sind, dann ist das schwerer, aber eben ganz und gar nicht hoffnungslos. Man muss dann das, was sie einem nicht beigebracht haben, auch noch mit lernen. Das ist dann eher so, als hätte man irgendwann mal Russisch, Japanisch oder Chinesisch gehört, müsse jetzt aber neben den Vokabeln auch noch die Grammatik und die Schriftzeichen dafür lernen. Sprich, es dauert ein bisschen länger. Aber auch hier gelingt uns irgendwann der Dialog in der neuen Sprache, in alltäglichen und herausfordernden Situationen, genauso differerenziert.

Aus meiner Sicht geht es deshalb nicht darum, ob mehr oder weniger Achtsamkeit richtig oder falsch ist, sondern darum, sich über das Unbewußte bewusst zu werden. Und das lässt sich zum Beispiel mit ganz einfachen Körper- oder Atemübungen in Kombination mit Dialogübungen trainieren.

Dann ist sogar, die Kassiererin nicht mehr schuld daran, wenn ich wütend bin, weil sie nicht die zweite Kasse an einem heißen Tag, wie heute, aufmacht. Ja, das ist sehr ärgerlich, wenn sie nicht sieht, dass die Schlange sich ins vermeintlich Unendliche zieht. Und ja, ich bin wütend, weil ich deshalb nicht schnell genug zu Hause bin. Wenn ich mir darüber bewußt bin, wie ärgerlich das jetzt grade für mich ist, gibt mir das aber die Möglichkeit, mich zu entscheiden, was jetzt notwendig ist zu tun. Also beschließe ich, das mit der Wut auf die Kassiererin zu lassen – sie sieht mich eben einfach nicht. Und wende mich stattdessen meinem Ärger zu. Frag, was ihn, was ihm denn jetzt gut tun würde? Und ich spüre überall auf meiner Haut den Dreck des Tages kleben, der sich bei der Hitze angesammelt hat. Ich denke, kein Wunder, dass ich explodiert bin, ich schwitze ja schon seit Stunden. Abkühlen also. Als ich dran bin, freue ich mich schon so auf die Abkühlung, dass ich wieder lächeln kann. Ich sage: “Puh, ganz schön heiß heute!“ Sie lächelt und sagt, ja. “Na, dann, nichts wie ab unter die Dusche.

Illustrated by Gesine Grotrian *

A Summertime Insight

by Mona Kino * September 2017

Summer was good. Not great, but ok. Too much unpredictable weather for my taste. One day, when I felt the weather was getting on my nerves once again I was so annoyed that I asked myself what is it that annoys me so much about it?

I chose to do a walking meditation which for me is one of the most useful and grounding ways of attending to my body. To be honest, it was not one of my favorite insights I ever had. It reminded me of my own unpredictability, which you also can call over-flexibility. And an inner voice was saying: „If just the weather would be fine I could pretend hurrying from A to B without thinking if it is necessary would be just as fine as well. It would feel right because it is just warm and cosy.“

But as no-one else is responsible for my wellbeing the weather isn´t either. And so I did focus on that inner voice once more and heard it say: „Yes, that’s how it is you are in an unstable mood at the moment and … what do you think about just a bit more structure for the next couple of month?“ This felt right. And so I do now, instead of wishing for predictable weather as an „all-is-ok-confirmation“ I re-establish a reasonable state of my flexibility.

Walking Meditation

Since walking meditation is like sitting meditation a simple practice for developing calm, connectedness, and awareness I am using the walking meditation to calm and collect myself. You can practice it regularly, any time you want and wherever you want. When you get up in the morning or even when you are on your way back home from work. To get to know it, I did start practicing barefoot at home. Now I am doing it sometimes while shopping or on my way to the bus stop with shoes on.

As you do with the breath in sitting meditation walking meditation is to learn to be aware as you walk, to use your natural movement of walking to cultivate mindfulness and wakeful presence.

To practice, select a place where you can walk comfortably back and forth, indoors or out, about ten to thirty steps.

Plant your feet firmly on the ground on the beginning of your imaginary path. Let your hands rest wherever you feel comfortable and open your senses to see and feel the whole surroundings for a minute or two.

Bring back your attention to your body, center yourself and feel how you are standing with your both feet on the ground.

Start to walk a bit more slowly than usual and pay attention to your body. With each step feel the sensations of lifting your foot and leg off of the ground and placing your foot back down on the earth. Feel each step mindfully as you walk. Which part of the foot is on the ground which part is lifted. How does it feel to stand just on one foot for a moment?

When you reach the end of your path, pause for a moment. Center yourself again, mindfully turn around, pause again so that you be aware of the first step you want to walk back. If you get used to it you can decide with your impulse whether you make a pause or walk on, or walk even backwards.

Experiment with the speed, this keeps you most present and walk back and forth for ten to twenty minutes – or even longer.

As with the breath in sitting, your attention will wander away many times. As soon as you notice this, acknowledge where it went softly, “thinking,” “planning,” “sorting,” “listening.” Then return to feel the next step.

Whether you have been away with your thoughts for one second or for ten minutes, no matter. Simply acknowledge softly where you have been and then come back here and now and the next step you are going to take.

Illustrated by Gesine Grotrian *

What’s Your Hearts Desire?

by Mona Kino – July 2017

Today is one of those days. One of those days that I had quite often the past four weeks. One of those days I know too well since I can remember: I do not know what to do first. No clients nor workshop that fill my calendar. Should I clean the house, read, write? Work on the blog, or an article, my current script, go shopping, cook or exercise? I can always keep myself busy with leisure or with work. What I do specifically does sometimes not really matter, I just like to be busy.

For this blog I have a thousand and one more idea. However: whenever I try to grab one, it slips through my fingers like a fish back into water, back into the sea of thousand possibilities.
Even the ones I manage to write down. And the more fish slip through my hands, the more I hear my inner voices. The critical one, of course, the loudest: „I have told you from the very start that you and your blog just would not work out…“

The days of the past months have been full, and it has been easy to be distracted. Graduation weekend of my two-year education; my birthday, which I could celebrate so easily; the assignment to write an article for a column in one of my favorite newspapers; the prospect of making a book about empathy from the blog; friendships, which were in a crisis and suddenly showed themselves in a new light.

Because the time was so intense, I approved myself to write the next post later than planned, as I did not feel any concrete impulse of what I wanted to write.

The first two weeks I was still kind with myself – much more supportive than before the empathy training. But even with the greatest kindness with which I did all the other things that are just as important for my everyday life, I did not manage to sit down and start working on the blog.
And even worse: this new kindness towards myself, this new patience stopped giving me a feeling of relief.

Instead, it all started to feel as if I had picked up an old gum under my desk, which I seemed to have parked there to chew on again and again. But instead of facing this situation, instead of analyzing it, to potentially transcend it (What does it actually taste like?), I would spit it out quickly. And every time I was about to be able to name it, I would listen to another kind voice in my head. “Tomorrow is still another day,“ it would say. I would stick the gum back under the table pushing back yet again any attempt to find an answer to this situation in myself.

What I am describing I often also hear from clients and friends.

Time for me to deal with it – although I already know now that this will not feel as nice as I wish it would. Because after all the taste of chewing gum is quickly named: cardboard. And who likes to chew on cardboard?

What is repeated here are two old strategies that I learned in my family and school: “You can not do that anyway” versus “Pah, I’ll show you.”

Both are based on a struggle. To defend myself, to prove myself. And the more I chew on the chewing gum, the more often I repeat this pattern.

So what can I do?

I give myself time. Time to gather strength, for the fighting over all the years exhausted.

But what can be done when these negative forces are back on track, just like today?
Still chewing a round and putting it away again? No, that now causes real stress. So, I wonder, what triggers chewing in me?

Unexpectedly, I come back to the word stress.
Especially when I visualize myself chewing.

Sometimes it helps to do something that relieves stress. Meditating, bathing, a walk, listening to music, laughing, etc.
In my case, however, this does not help, because this chewing gum chewing Mona picture always appears before me, and I listen to the sentences of my critics in the canon. And as I listen instead of muting them, I remember that as a young girl I had little opportunity to determine myself. What, when, where, how. I always had to adjust. Yes, in adjusting I am fantastic. If I start the day determined on completing a task, it is the easiest for me when a call comes out of school, with the request to pick up my daughter or my son. Relieved I can sit in the car immediately. But what it is that I really want I just start to find out now.

This blog is the freest writing I’ve done in my life. No wonder, then, that I am unsure how to do it. And this is hard and does not come easy to me like picking up my kids from school. But there is also the chance to practice self-determination.

Now, as I’ve been spreading all this out infant of me, I am taking an exercise that I got to know in training empathy and which I also use on days and in situations that are not quite as weary as they are today. The exercise enables you to get in contact with your heartfelt wishes. Ultimately our head cannot decide alone, only in exchange with the heart.

After the exercise I write down what came to me. I am wishing for: exchange, openness, clarity, benevolence, respect and the smile of a friend. I am now sending her all my thoughts asking her for support to unravel them. Working alone is good. Working with a friend even better.

The exercise

For being grounded – especially when your head goes in circles – I suggest a breathing exercise and a body exercise beforehand. Both exercises losen up the muscles around the heart area in the back and front.

Breathing Exercise

Sit comfortable on a cushion or a folded blanked with crossed legs. Or sit on your heels. Just as it is comfortable for you right now.

Inhale as you sweep your arms out to the side.
While you exhale bring both palms together in front of your heart.


In the short gap between exhaling and inhaling bend your head forward and place your palms into your neck. Fingertips showing downwards.

Inhale as you bring your arms, palms still together, over your head.
Follow your hands with your eyes.

Exhale as you bring back your arms back to the first position.

Repeat the exercise as often as you like. I suggest a minimum of 8-10 times or 3 Minutes. Depending if you prefer counting or setting a timer.

When you are finished sit for a moment in the position where you started, follow your breath for a short while. How is it now? Is anything different? How?

Turn your attention to your body.

Body Exercise:

As you inhale lift your arms over your head.
While you exhale twist your waist, shoulders and neck to the right side and place your right hand behind you. Place your left hand on your right thigh. Look over the right shoulder.
Keep the spine erect.
Check if your sitting bones are both still in full contact with the ground or
your heels.

Hold and continue with gentle long breaths in and out.

Breathing out, release the right hand first (the hand behind you) stretch
it over your body and lean to the left.
You can feel a stretch in your right flank.

Exhale, bend forward and place your right hand on your left leg.
Now you can feel a stretch in your back.
If you want you can move your body back and forth so that you have a
nice stretching all over your back.

Inhale, roll slowly up vertebra by vertebra and lift your arms over your
head.
Exhale, place your hands behind your back, fingers showing towards
your buttocks.
Inhale, lift your body as high as possible.
Roll your tailbone forward, so you don´t fall to much into your lower
back.
If you feel comfortable with it, stay her for 3-4 breaths.

Exhale, sit back on your heels. Hands on your thighs.
Repeat to the other side.

Are there any thoughts, pictures, feelings arising during the exercise?
Do you feel any pain in a certain area?
How do you treat yourself, when feeling pain?
Just recognise, don´t judge yourself.

Depending on how much time you have, you can repeat the exercise
as often as you want. I suggest 3 times.

Breathing out, come back to the front and relax.

“What´s your hearts desire”

Sit opposite with your dialogue partner.
Choose who starts asking and who starts answering.
Set a timer to 10-15 Minutes

Start asking “What´s your hearts desire?”
Wait for the answer and say “Thank you”.
Repeat for 10 to 15 Minutes –
Then switch and repeat 10-15 minutes in different roles.

When finished sit together and tell each other what you´ve experienced
during the excersise. Anything easy or challenging?
Each one has 2-3 Minutes.
Do not interrupt. Just listen actively and focus on feelings, pictures or
thoughts which might arise.

And if you are doing the excersise on your own, as i did today, take out a notebook and write down your thoughts. It has nothing to do with `high art`- and there is no right or wrong in whatever you write down.

 

Editing Kerstin Schöps

Illustrations Gesine Grotrian

 

Why practicing? Why training empathy?

by Mona Kino – June 2017

These are the most asked questions among others I come across. As I did today with a client.
Since I found my own answer, I am trying to avoid giving others an answer – instead I am interested and curious what their answer will be. In the past I oftentimes tried to explain and sometimes lecture – to convince others by listing up the benefits for body, mind and soul. But thinking of a quote I once read: seven billion people, seven billion perspectives – I trained myself thinking of this in a conversation and staying open to an additional answer.

Interestingly almost always I am meeting rejection towards my curiosity.

We are well trained in not being specific about what we really think or want. Mostly it seems dangerous to us and we are afraid to loose contact to the ones we are living or working with. Surely we are vulnerable when we say what we think or want. And surely it can be proven different then we expect it to be. One of the basic conflicts of us humans is that we tend to give up our integrity – to stand for ourselves – and choose to be valuable for others first, since we needed to chose that when we were kids and being dependent in our family-systems to survive.

I have to choose being valuable for the wellbeing of my kids many times. But since I am aware of that I am taking a choice – I am not depressing my integrity´s needs any more for my personal development. Instead I choose to say, yes, that´s how it is now and I promise myself to return to the impulse of my integrity´s needs later. It is not so much about acting out an impulse instantly, but to become aware of it and taking care of it five, ten or sixty minutes later. Even a day. Getting back to it proofs trust in your own sources in the long run – and stability in our sources in challenging situations. Like I once experienced: Everything up to that point went so wrong that day and of course I was in a hurry for a business appointment, too. But when the car broke down next in the middle of the lane during rush hour, everyone´s yelling and honking I sat there and said to one of the honking ladies: Honestly, this is the best I can do now.

My client was still resistant in finding his answer and I asked him: „What is bothering you?“ „If a day would have a twenty-six hours, sure I trained. Anything and empathy. But my day is already fully packed. Getting up, getting kids to kindergarten or school, getting to work, doing work everyone is avoiding to do, doing workout sometimes, shopping, picking kids up again, washing dishes, cleaning kitchen, calling parents, making dinner and so on… I even hardly have some time to meet some friends…“

I sometimes still fail in not giving answers, and I did so today again. But fully conscious. „I, know“, I said, „ What would you say if I tell you, that you have time?“ „Why is that?“ „We are training twenty-four hours a day. But we need to make a choice what we want to train: Things we already can do best or things we want to be more experienced with.“
He laughed, „Uuuharg, you just hit the nail. Tomorrow, first thing I do train, is putting the work everyone is avoiding to do back on their desks.“

An impulse training exercise:

Put a 5 to 10 minutes music piece you like in your mp3 or stereo –

Lay down on a mat or carpet.

Feel your whole body from feet, legs, back, front, hands, arms up to your head.

Then start to pay attention to your impulses.

Where in your body do you feel the impulse to move?
Move.

And again. Where do you feel the next impulse to move?
Move again.

Repeat paying attention to the next impulse until you are in a standing position when the piece of music ends.

It never matter´s how it looks like –

If you are practicing the exercise with somebody or in a group sit together afterwards tow by two and tell and listen actively each other what you became aware of while doing the exercise. Actively listening means one is talking the other one is just listening and not making any comments. 2-4 Minutes for per participant are sufficient.

Editing by Kerstin Schöps

Illustrated by Gesine Grotrian